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ARt chat

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Projekt: ARt chat

ARt chat verbindet drei Elemente: Augmented Reality (AR), Kunst und die Kommunikation zwischen den Besucher*innen einer Ausstellung.

Projektverlauf: Im Rahmen der Partnerschaft der Hochschule Düsseldorf  (HSD) mit nextmuseum.io entwickelten Studierende drei verschiedene Prototypen zu interaktiven Objektschildern. Die Anwendung ARt chat wurde ausgewählt, um sie mit dem MIREVI Lab der HSD weiterzuentwickeln und in den Partnermuseen zu testen. Die Ausstellung „Kunstreichgewächse“ im Museum Ulm im September 2021 diente als erstes Testfeld für die Anwendung. Die Ausstellung wurde gescannt und in eine lokal funktionierende Version der Anwendung umgesetzt, die das Publikum auf ausgeliehenen iPads testen konnte. Durch das Usertesting in Ulm konnten noch letzte Fehler identifiziert und durch das MIREVI-Team behoben werden. Schließlich erfolgte die Übergabe an externe Partner zur Fertigstellung und Freigabe im App Store, wodurch ARt chat in den Ausstellungen „Subversives Design“ im NRW-Forum (11.2.-22.5.22) und „Wir müssen reden!: Die Münster-Krippe im Meinungsstreit“ im Museum Ulm (19.2.-19.6.22) auf dem eigenen mobilen Endgerät zugänglich gemacht wurde. Die Anwendung kann kostenfrei im App Store (Google Play StoreApple Store) heruntergeladen werden. Im nächsten Schritt soll der Code sowie die technische Dokumentation auf GitHub für weitere interessierte Museen zur Verfügung gestellt werden.

Prototyp: Die Prototypversion funktioniert nur auf einem lokalen Smartphone oder Tablet mit einer Demoversion der Anwendung. Per Klick auf den AR-Button öffnet sich die Kamera des jeweiligen Gerätes, um den QR-Code eines Kunstwerkes einzuscannen. Nach dem Scannen des QR-Codes können die Besucher*innen ein Kommentar verfassen und ihn als 3D-Element per Drag & Drop in der erweiterten Realität beliebig platzieren. Der Chat zwischen verschiedenen Besucher*innen ist in dieser Phase noch nicht möglich.

Konzept und Prototyp Entwicklung (HSD Studierende): Miriam Jost, Michael Michel, Kim Tischer

Erste öffentliche Testversion: In der fortgeschrittenen Testversion läuft die Anwendung weiterhin nur auf lokal installierten Tablets, die im Museum ausgeliehen werden können. Hier werden die Kommentare der anderen Besucher*innen, die bereits in der Ausstellung waren oder sich gerade im Museum befinden, in Echtzeit angezeigt und aktualisiert, und man kann auch auf sie antworten. Es kann ein persönliches Konto eingerichtet werden, das die Besucher*innen bei jedem neuen Besuch reaktivieren können. Eine Aktivierung und Verwaltung des Kontos von zu Hause aus ist noch nicht möglich.

Weiterentwicklung (MIREVI Team HSD): Fabian Büntig und Sven Heinen

Finale Version im Online-Stores: Die finale Version steht in beiden Stores zum Download bereit und kann auf allen AR-fähigen Geräten genutzt werden. Nutzerkonten können automatisch über ein bestehendes Apple-, Google- oder FB-Konto registriert werden. Nach dem Besuch einer Ausstellung und dem Kommentieren der Kunstwerke können die Besucher*innen die Unterhaltung von zu Hause aus fortsetzen und Infos über die Chat-Aktivitäten erhalten, an denen sie beteiligt waren.

Optimierung und Release: VOBE.digital

Mehrwert: Anders als bei Elementen, die schon im Museum implementiert wurden, können sich die Besucher*innen dafür oder dagegen entscheiden, die App zu nutzen, ohne Informationen vorenthalten zu bekommen. ARt chat soll die Besucher*innen zur Diskussion anregen. Da die Inhalte frei gestaltbar sind, reicht die Zielgruppe von interessierten Erstbesucher*innen bis zu Professionals. Während und nach einem Museumsbesuch gibt es die Möglichkeit der Interaktion mit der Ausstellung. Zusätzlich hat man eine nachhaltige Speicherung von Museumsbesuchen und den eigenen Interaktionen, die man noch weit nach dem eigentlichen Museumsbesuch abrufen kann. Das Museum kann Fragen sammeln, beantworten, und auswerten. Es werden nur anonymisierte Daten bezüglich der Interaktion mit Kunstwerken und deren Kommentare gespeichert und ausgewertet. Diese Daten können z.B. behilflich sein bei der Planung weiterer Ausstellungen, bzw. zur Optimierung einer Dauerausstellung. Längerfristig kann die Anwendung für mehrere Ausstellungen genutzt und angepasst werden. Dies hat einen Vorteil für die Nutzer*innen, die nur eine Anwendung benötigen, aber auch für die Museen, weil sie keine eigene Anwendung entwickeln müssen.

 

Kommentare

  • Ich bin gespannt!

    Jay
  • Fantastische Idee! Ich freue mich auf den Prototypen!

    Clemens