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Kunstreichgewächse – Bitte gießen!

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Mit zunehmender Geschwindigkeit durchdringen sich reale und virtuelle Räume. Die Topographie natürlicher Lebensräume ist uns vielfach fremd geworden. Die Wirklichkeit als Erlebnis verschwindet. Und mit ihrem Verlust wächst die Sehnsucht nach ihrer Wiederentdeckung. In einer Zeit der Dystopien, in der multiple Krisen unsere Welt aus den Angeln heben und die Zukunft grau erscheint, macht das Museum Ulm mit dieser ersten über die digitale Plattform nextmuseum.io kuratierten Ausstellung sich auf die Suche nach dem paradiesischen Garten Eden. Der verwunschene Garten war, ist und bleibt als Ort des Rückzugs und der Idylle ein Sehnsuchtsmotiv.  Als Ideal verklärt, steht der Garten heute mehr denn je für die verlorene Einheit von Mensch und Natur. Seine Schönheit vermittelt eine Idee des Überirdischen und der Herrlichkeit des Paradieses, nach dem sich die Menschen seit Jahrhunderten sehnen.

Einem botanischen Garten vergleichbar sammelt, pflegt und zeigt das Museum Ulm in seinem denkmalgeschützten Gebäudeensemble des 15.-20. Jahrhunderts Kostbarkeiten aus 40.000 Jahren Kunst- und Kulturgeschichte. Die ausgewählten künstlerischen Positionen zum Thema Paradiesgarten werden im Ausstellungsprojekt zusammengeführt und das Museum in einen alternativen Ort des Staunens, Erlebens und Wiederentdeckens verwandelt.

„Kunstreichgewächse – Bitte gießen!“ war der erste Open Call des Museum Ulm auf nextmuseum.io. Die Ausstellung bestand ausschließlich aus Positionen, die durch den Open Call gefunden wurden. In die finale Entscheidung floss die monatelange Diskussion der Community ebenso ein wie deren absolute Wunsch-Werke, welche die Schwarmkurator*innen mit Begründung eingeben konnten. Gezeigt wurden Arbeiten von: Marija Avramovic & Sam Twidale, Johanna K. Becker, Janieke Bekasinski & Meike Schröder, Elisabeth Eberle, Alper Goldenberg, Barbara Herold & Florian Huth, Lena Violetta Leitner, Eva-Maria Lopez, Bas Meeuws, Anselma Murswiek, RaumZeitPiraten, Janina Schmid, Calebe Simões, Bea Targosz, Khyati Trehan, Cynthia van Wijngaarden.

Weblinks

Kurator*in

Stefanie Dathe

Institution

Museum Ulm
Stefanie Dathe

Mit zunehmender Geschwindigkeit durchdringen sich reale und virtuelle Räume. Die Topographie natürlicher Lebensräume ist uns vielfach fremd geworden. Die Wirklichkeit als Erlebnis verschwindet. Und mit ihrem Verlust wächst die Sehnsucht nach ihrer Wiederentdeckung. In einer Zeit der Dystopien, in der multiple Krisen unsere Welt aus den Angeln heben und die Zukunft grau erscheint, macht das Museum Ulm mit dieser ersten über die digitale Plattform nextmuseum.io kuratierten Ausstellung sich auf die Suche nach dem paradiesischen Garten Eden. Der verwunschene Garten war, ist und bleibt als Ort des Rückzugs und der Idylle ein Sehnsuchtsmotiv.  Als Ideal verklärt, steht der Garten heute mehr denn je für die verlorene Einheit von Mensch und Natur. Seine Schönheit vermittelt eine Idee des Überirdischen und der Herrlichkeit des Paradieses, nach dem sich die Menschen seit Jahrhunderten sehnen.

Einem botanischen Garten vergleichbar sammelt, pflegt und zeigt das Museum Ulm in seinem denkmalgeschützten Gebäudeensemble des 15.-20. Jahrhunderts Kostbarkeiten aus 40.000 Jahren Kunst- und Kulturgeschichte. Die ausgewählten künstlerischen Positionen zum Thema Paradiesgarten werden im Ausstellungsprojekt zusammengeführt und das Museum in einen alternativen Ort des Staunens, Erlebens und Wiederentdeckens verwandelt.

„Kunstreichgewächse – Bitte gießen!“ war der erste Open Call des Museum Ulm auf nextmuseum.io. Die Ausstellung bestand ausschließlich aus Positionen, die durch den Open Call gefunden wurden. In die finale Entscheidung floss die monatelange Diskussion der Community ebenso ein wie deren absolute Wunsch-Werke, welche die Schwarmkurator*innen mit Begründung eingeben konnten. Gezeigt wurden Arbeiten von: Marija Avramovic & Sam Twidale, Johanna K. Becker, Janieke Bekasinski & Meike Schröder, Elisabeth Eberle, Alper Goldenberg, Barbara Herold & Florian Huth, Lena Violetta Leitner, Eva-Maria Lopez, Bas Meeuws, Anselma Murswiek, RaumZeitPiraten, Janina Schmid, Calebe Simões, Bea Targosz, Khyati Trehan, Cynthia van Wijngaarden.

Statement Kurator*in

Der Open Call hat einen intensiven Diskurs zu den divergenten inhaltlichen Aspekten des Themas, sowohl innerhalb der Online Community als auch im kuratorischen Team des Museum Ulm, ausgelöst.
Die, für die Ausstellung ausgewählten, künstlerischen Positionen werfen ein Schlaglicht auf diesen Diskurs und zeigen, dass sich mit dem Begriff des paradiesischen Garten Eden nicht nur ein idyllischer Sehnsuchtsort in der realen und virtuellen Welt verbindet, sondern auch ein Moment der Dystopie und des Verlustes. Darüber hinaus repräsentieren die ausgewählten Kunstwerke eine abwechslungsreiche Vielfalt der Herangehensweisen, Ausdrucksformen und Medien. Sie bieten Ansatzpunkte für die Besucher*innen zum Erleben, Weiterdenken und Diskutieren.